Suche innerhalb von reisebuch.de


Strand von Santa Ponca / © RKH-Verlag Grundmann GmbH
Strand von Santa Ponca / © RKH-Verlag Grundmann GmbH

Der Strand von Santa Ponça ist von felsiger Küste umgeben, mit etwa 300 m recht breit und dank Aufspülung großflächig und sogar hügelig Vom Dünengürtel früherer Jahre direkt hinter dem Strand blieb nicht mehr viel. Die letzten mit Kiefern bewachsenen Restdünen erinnern an den Zustand der 1950er-Jahre.

Dahinter verläuft die Straße rund um die Bucht mit der üblichen touristischen Infrastruktur. Während auf ihrer linken Seite viel Grün zwischen Restaurants und Villen das Bild auflockert und das neue Kletterparadies Jungle Parc nur 1 km vom Zentrum entfernt sogar ein einsames Waldgebiet »vortäuscht«, dominieren mächtige Apartmentgebäude die Nordwestflanke.



Für den Urlauber besteht Santa Ponça im wesentlichen aus dem zentralen Bereich rund um die Bucht. Tatsächlich ist der Ort aber weit mehr, nämlich das Zentrum der größten zusammenhängenden und weiter expandierenden Ballung privater Villen und Apartmentgebäude auf Mallorca. Spinnennetzartig zieht sich die Bebauung von El Toro über den Aussichtspunkt Na Foradada gegenüber der Malgrat Insel bis zur Costa de la Calma, über der das lange verwaiste ****Hotel Galatzo nun wieder aktiv ist.

Bucht und Strand

Die Beschreibung Santa Ponças zeichnet ein eher ambivalentes Bild. Trotz der Bausünden – insbesondere auf der Nordseite der Cala de Santa Ponça – ist aber der Gesamteindruck besser als in Arenal oder in nahen Magaluf.

Das liegt vor allem an der bis tief ins Land reichenden, felsig eingefaßten Bucht mit ihrem breit aufgespülten, sogar dünenähnlich gestalteten Strand und an den hier bis ans Meer reichenden Ausläufern der Serra Tramuntana.

Blick auf Santa Ponca / © RKH-Verlag
Blick auf Santa Ponca / © RKH-Verlag Grundmann GmbH

Santa Ponça wird nach wie vor vom Pauschaltourismus eher preiswerter Kategorien dominiert. Das in der Vor-/Nachsaison stark britisch, im Sommer auch deutsch bestimmte Urlaubsleben »pulsiert« in den Straßen um die Bucht herum und in der Disco-, Kneipen- und Boutiquenszene hinter und rechts der Hochhauskulisse in der Carrer Ramón Monzada (Fußgänger- und verkehrsberuhigte Zone). Dort drängen sich vor allem British Pubs, darunter einige mit Folk Music zum Mitsingen oder auch als Karaoke. Unterhalb der Blocks läuft ein Fußweg vom Strand auf den Felsabsätzen in Meereshöhe am Wasser entlang vorbei an und durch Poolanlagen, Bar- und auch über Restaurantterrassen.

Gastronomie

Jenseits der Avinguda Rei Jaume auf der Südseite der Bucht beherbergt der Komplex zwischen Kreisverkehr und erster Straße links eine ganze Reihe von Lokalen und Shops, darunter die Bar Watering Hole mit Pool und Garten hinter der Gaststube. Wenn Restaurantbesuch in Santa Ponça, dann ein paar Schritte weiter im Miguel mit einem allgemein gelobten Preis-/Leistungsverhältnis.

Seit 2011 gibt's aber gleich um die Ecke beim Verkehrskreisel eine originelle Alternative für Fans, den König von Mallorca, das unübersehbare Lokal des Mallorca-Kultsängers Jürgen Drews.

Gute ca. 100 m vom Kreisverkehr bergauf beeindruckt die »authentische« Fassade des Chinarestaurants Gran Muralla. Gleich dahinter liegt – recht unauffällig – ein auch für Strandbesuche noch günstig gelegener Parkplatz, von dem aus man direkt zum erwähnten Pool gelangt. Unten an der Straße gilt Halteverbot.

Gleich drei Lokale liegen in der Südostecke der Bucht nebeneinander mit schönen Terrassen über dem Meer und Westblick: Takume, Meson del Mar und Sa Terrassa. Die gute Lage entschädigt aber kaum für ein dort eher schwaches Preis-/Leistungsverhältnis.

Creu de Rei

Ein Stück weiter die Straße hinauf geht es rechts ab zum Gedenkkreuz, das dem Rückeroberer Mallorcas aus arabischer Hand, König (Rei) Jaume gewidmet ist. Es steht am Ende der Halbinsel Sa Caleta. Nach Passieren der Einfahrt zur Marina heißt es: nun parken und 200 m durch einen kleinen Park laufen (man sieht das Kreuz nicht von der Straße). An der Ausfahrt der Via de la Creu/Ecke Av Rei Jaume hat eine deutsche C-Promi-Dame ihren Namen fürs Café Katzenberger genutzt.

Aussichtspunkt

Die Hauptstraße in südwestliche Richtung führt durch Villenviertel an die Küste, dann weiter durch neuere Urbanisationen und über Port Adriano/El Toro nach Magaluf. Die Zufahrt zum Aussichtspunkt Na Foradada hoch über den Santa Ponça vorgelagerten Illes de los Conejos und Malgrats an der südlichsten Ecke der Bucht ist ausgeschildert. Für die Fahrt dorthin kann man auch die Gran Via de Cornisa wählen (hinter der Zufahrt zum Yachthafen rechts) hoch über der Küste wählen.



Jungle Parc © by Peter Neumann - Reise-know-how - Verlag
Jungle Parc © by Peter Neumann - Reise-know-how - Verlag

Jungle Parc

Gegenüber der Einfahrt zum Yachthafen wartet in einem Waldareal seit 2009der Jungle Parc mit drei Kletterrouten unterschiedlicher Schwierigkeit. Insgesamt 90 Plattformen in 3-10m Höhe wurden über Strickleitern, Seileetc»wackelig« miteinander verbunden. Nach Einweisung im Übungsparcour wird man – gesichert – in die Höhe entlassen. Der Spaß kostet €15 pro Runde, 1 Stunde €12; www.jungleparc.es. Geöffnet. Ende Juni bis Mitte September täglich 10-18 Uhr; Mai bis Ende Juni und Mitte Sept. bis Ende Okt.Okt. nur Sa+So.

Costa de la Calma

Ein Abstecher könnte der Nobelsiedlung Costa de la Calma gelten; Zufahrt durch Santa Ponça um die Bucht herum (als Einbahnstraße nur in dieser Richtung möglich) oder über die Autobahn Richtung Peguera. Eine breite Allee führt hinunter bis zum Tenniszentrum gegenüber dem architektonisch auffälligen Komplex Monte d’Oro. Von dort gelangt man per Fußpfad nach 50 m an den Ministrand der Costa de la Calma. Oberhalb des Bereichs steht das Spa- und Sporthotel Galatzo mit einem tollen Weitblick von der Poolterrasse.

Cala Blanca

Zwischen Santa Ponça und der Costa de la Calma versteckt sich außerdem die Cala Blanca, eine kleine Strandbucht am Ende der Straße Palmeres, die (ohne Hinweis) vom Parkplatz an der Verbindung Carrer Santa Ponça zur Costa de la Calma abzweigt. Von der Rundstraße Huguet des Far (mit den den Hotels Punta de Mar, Jardin del Sol und Jardin de Playa) führt außerdem eine Treppe hinunter an die Cala Blanca. Die beste Badestelle dort liegt hinter der rechten Flanke: Folgt man dem Pfad, gelangt man nach ca. 100 m an einen exponierten Felsabsatz mit Naturpool, Liegenverleih und Kiosk

Grundmann RKH Mallorca