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Der Hafen von Maó - Port de Maó

Hafenbucht Maó
Blick vom Mirador Pont des Castell Auf Hafenbucht und Uferstraße © RKH Grundmann


Die Hafenbucht von Maó

Die Bucht von Maó ist der größte Naturhafen Europas. Auf einer Länge von 5 km und einer Breite bis zu 900 m schneidet sich dieser leicht gewundene Meeresarm fjordartig ins Land. Im Verlauf verengen drei Inseln die Fahrrinne. Am flachen Südufer liegt die frühere Garnisonsstadt Es Castell und – über der Steilküste weiter westlich – Maó. Auf der nur im Uferbereich bebauten sonnigen Nordseite der Bucht überwiegen – neben Hafenanlagen ganz am Ende – Sommerhäuser, Apartmentanlagen und Villen. Die Einfahrt in den Port de Maó wird von der riesigen Festungsanlage La Mola bewacht.

Südufer
Das Hafenleben und -treiben spielt sich überwiegend am Südufer ab. Dort stehen die Häuser dicht an dicht zwischen Uferstraße und dem bis zu 30 m hohen Steilhang. Die 3,5 km lange Straße läuft – vom östlichen Buchtende über die Cala Figuera im Westen hinaus bis zur Cala El Fonduco – unmittelbar am Wasser entlang. Großenteils wird sie von einer Fußgängerpromenade begleitet. Nur im zentralen Bereich schieben sich die Abfertigungsgebäude und Parkplätze am Anleger der Fähr- und Kreuzfahrtschiffe sowie Ausflugsboote zwischen Wasser und Promenade. Beidseitig dieses ca. 500 m langen Bereichs liegen unzählige private Yachten.

Zugang über die Altstadt
Mit Fahrzeug von der Altstadt direkt hinunter zur Uferstraße geht es nur über die Serpentinen des schon erwähnten Carreró Costa de ses Voltes oder als Fußgänger auf breiter Treppe.

Zufahrt von außerhalb
Die mühsame Fahrt durch die Stadt vermeiden Besucher, indem sie vor Erreichen von Maó auf die Stadtumgehung (RM) nach links abbiegen und bis zum nördlichsten Kreisverkehr fahren (Abzweig Me-3 bzw. Me-7; wer aus Richtung Nordküste kommt, erreicht diesen Kreisel automatisch). Dort nimmt man die Carrer Andana de Ponent, die nach ca. 600 m zur Carrer Moll de Ponent und – weiter östlich – zur Moll de Llevant wird. Nur bei Anfahrt aus Richtung Es Castell geht es mit Erreichen der RM nach rechts und dann über den Carreró de Corea zur Moll de Llevant hinunter. 

Parken 
Entlang der gesamten Strecke im Hafenbereich gibt es Parkplätze, wiewohl überwiegend kostenpflichtig und zeitlich beschränkt. Häufig ist die Suche nach einem freien Platz schwierig.

Hafenleben
Tagsüber sind dort übliche Hafenaktivitäten zu beobachten. Schon früh am Morgen laufen die Fischerboote aus und kehren am Nachmittag mit ihrem Fang zurück. Spektakulär wirken die großen Autofähren und Kreuzfahrtschiffe, deren obere Decks auf einer Höhe mit Häusern am Rand der Altstadt liegen.

Im Sommerhalbjahr wird das Bild rund um die Anleger und den Treppenzug hinauf in die Altstadt stark von Touristen geprägt. Besonders wenn sich nach Ankunft eines der Kreuzfahrtschiffe mehrere tausend Passagiere auf den Weg machen. Nur in der ruhigen Wintersaison befindet sich der Hafen wieder fest in der Hand der Menorquiner.

Bootstouren
Alle Veranstalter von Bootstouren unterhalten Ticketschalter am unteren Ende der Abfahrt Ses Voltes auf der Plaça Plà de Baixamar. Die wichtigsten sind:
• Yellow Catamarans, Rundfahrten durch die Bucht per Katamaran mit Unterwasserfenstern; www.yellowcatamarans.com.
• Don Joan, Rundfahrten in der Bucht und entlang der nahe gelegenen Küsten; bei gutem Wetter im Sommerhalbjahr auch mit Badepause; www.rutasmaritimasdelacruz.com.
• Water Taxi; kleines Boot (max. 10 Pers.) auf den Routen Maó-Es Castell, Maó-La Mola und Maó-Illa del Rei. Auch romantische Touren in den Sonnenuntergang; www.watertaximenorca.com.

Shops
Es gibt auch eine ganze Reihe von Läden für Souvenirs und Kunsthandwerk. Viele gut sortierte Shops findet man in früheren Bootshäusern westlich des Fähranlegers (Moll de Ponent). Dahinter endet die »Kommerzmeile«. Die Bucht wird enger und läuft nach einem knappen Kilometer in einer Marina mit Yachtwerft aus.

Spielkasino
In Richtung Punta de Cala Figuera und darüber hinaus dümpeln an Kaimauer und Stegen zahlreiche Sportboote. Kurz vor Ende der Uferbebauung wartet bei der Marina des Club Maritim mit spektakulären Yachten millionenschwerer Eigner das Casino Maritim auf Spieler (Moll de Llevant 287, frei); www.casinomaritim.es. Ein paar Schritte weiter führt eine Treppe hinauf zum Aussichtspunkt Mirador Avinguda am – hoch oben parallel zur Uferlinie verlaufenden – Passeig Maritim.

Restaurantszene Moll de Llevant
Über 60 Restaurants und Bars säumen die Uferstraße. Fast jedes Lokal verfügt über eine Open-air-Terrasse, allerdings fast immer durch die Straße und geparkte Autos vom Ufer getrennt. Wenige haben Terrassen direkt am Wasser wie das Restaurant La Minerva auf einem Ponton am Kai.



Trotz enormer Restaurantkapazitäten entlang der Moll de Ponent und Llevant füllt sich manches Lokal zu bestimmten Zeiten oft bis auf den letzten Platz, speziell wenn Einheimische es wegen seiner Küche und/oder des guten Preis-/ Leistungsverhältnisses schätzen. Wer – vor allem am Abend – im Uferbereich ein Restaurant sucht, kann sich nach Blick auf Karte und Einrichtung durchaus am guten bzw. unterdurchschnittlichen Besuch orientieren. Hier ein paar subjektive Empfehlungen der Autoren, bei denen eine telefonische Reservierung abends nicht schaden kann; tagsüber gibt es in der Regel wenig Probleme.

El Muelle, Moll de Llevant 34 unweit der Costa de ses Voltes an der Straße ohne Blick aufs Wasser. Nur winzige Terrasse. Unspektakuläres kleines Restaurant und Geheimtipp für eine fantasievolle internationale Küche und Grillgerichte; www.restaurantepizzeriaroma.com.
La Minerva,Moll de Llevant 87; großes Restaurant in einer ehemaligen Mehlfabrik, das Einheimische gern für Familienfeste buchen. Attraktiver ist die »Open-air-Abteilung« gegenüber auf einem Schwimm ponton. Einen besseren Platz direkt am Wasser gibt’s in ganz Maó nicht. Fisch, Meeresfrüchte und menorquinische Gerichte; www.restaurantelaminerva.es.
L’Arpo, Moll de Llevant 124, ist eines der wenigen Restaurants, wo der Blick von der Terrasse nicht durch davor parkende Autos gestört wird, ansonsten eher unauffällig. Nur geringe Kapazität draußen und drinnen. Die Gästebeurteilung im Internet ist durchsetzt.
Taverna d'es Port, Moll de Llevant 140; kleine, bei Menorquinern vor allem wegen seiner Tapas beliebte Bar;
Il Porto, Moll de Llevant 225 an der Landspitze Puna de Cala Figuera; sehr großes Restaurant, populär wegen seiner guten italienischen Küche; www.facebook.com/restauranteIlporto/.
Passio Mediterrania, Moll de Llevant 298 nahe der Cala Figuera beim Spielkasino; minimalistisch schlichtes Lokal mit kreativer Mittelmeerküche, wie der Name schon sagt. Für die Qualität relativ moderate Preisgestaltung. Unbedingt mal die Website ansehen! www.passiomed.com.
El Rais, Moll de Llevant 314 abseits des Hauptgeschehens am Ausläufer der Cala Figuera in etwas erhöhter Position mit guter Aussicht aus der ersten Reihe am Fenster. Punktet mit modernen Kreationen leichter Küche. Spezialität sind Reisgerichte; sesforquilles.com/elrais.html.

Ein Magnet für Nachtschwärmer ist die Carreró d’es Muret, die gegenüber dem Fährschiffterminal leicht bergauf von der Uferstraße abzweigt. Dort reiht sich eine Bar an die nächste. Namen und Besitzer wechseln. Hier zwei seit Jahren »stabile« Tipps eingangs dieser Gasse unten an der Moll de Ponent:

Akelarre, Live-Music & Dance Club, Moll de Ponent 41-43. Beliebte Gastro-Musikbar in gewölbeartigen Räumen, Sommerhalbjahr täglich 20-3 Uhr, Winter nur Do-Sa und etwas kürzer; www.akelarrelivemusic.es.
Gallery, Moll de Ponent 12, Gastro-Bar nicht nur für Nachtschwärmer mit französisch-baskischer Küche;  www.facebook.com/gallerybarresto2016.menorca.



Grundmann RKH Menorca