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Reisebericht Kopenhagen


Luftansicht Møn
Die Insel Møn von oben © EKö - Reisebuch.de

1.Tag

Nach kurzem Flug ab Köln Bonn (1 Stunde) landet das Flugzeug pünktlich um 16 Uhr in Kopenhagen. Bei strahlendem Sonnenschein und wolkenlosem Himmel haben wir die Ostsee überflogen, sahen Schwerin, die Wismarer Bucht, Warnemünde und das Fischland von oben, und schon im Sinkflug auch die dänische Insel Møn und die Brücke über den Øresund nach Malmø.

Und jetzt sind wir in Kopenhagen bzw. am Flughafen Kastrup. Der Weg zum Baggage Claim ist sehr lang, was aber den Vorteil hat, dass die Koffer bereits auf dem Band sind, als die Passagiere es endlich erreicht haben. Mit der S-Bahn fahren wir eine halbe Stunde später nach Kopenhagen rein. Die Tickets für die Fahrt am Automaten zu ziehen, scheitert an mangelnden Sprachkenntnissen und am Kleingeld. Wir haben nur Scheine. Aber zum Glück gibt es auch Schalter, und bald haben wir für jeweils DKR 36,00 unsere Tickets in den Händen. Die Fahrt dauert nur 10 Minuten, da der Flughafen lediglich 8 km vom Stadtzentrum entfernt ist. Am Hauptbahnhof steigen wir aus und erreichen nach wenigen Minuten in der Colbjørnsensgade 29 das Hotel Ansgar. Schnell packen wir aus, und schon sind wir unterwegs ins Zentrum. Es ist immer noch sonnig und warm, und Urlaubsstimmung kommt auf.

Kopenhagen Rathaus
Das Rathaus von Kopenhagen © EKö - Reisebuch.de

Auf der anderen Seite des Bahnhofs liegt der Vergnügungspark Tivoli, daran links vorbei ist man bald auf dem Rathausplatz. Hier ist eine Menge los. Eine Indiogruppe macht Musik, an einem Straßenstand werden Kaffee, Hotdogs und Eis angeboten. Touristen und Einheimische verweilen hier an diesem schönen Sonntag Nachmittag. Das Rathaus liegt im besten Licht und wird aus allen Perspektiven fotografiert.

Die Fußgängerzone Strøget wirkt etwas schmuddelig, da die Straße wohl schon länger nicht ausgebessert worden ist. Sie gilt als die älteste Fußgängerzone Europas. Bereits 1963 sind die Autos aus der Straße verbannt worden. Außerdem ist die Strøget eine mit 1,5 km eine der längsten Fußgängerzonen der Welt.

Lebende Statue Kopenhagen
Kopenhagen, Lebende Statue © EKö - Reisebuch.de

Viele „lebende Statuen“ in allen möglichen Metallfarben und weiß treiben Schabernack mit den Passanten.  Auf einmal weitet sich die Straße zu einem Platz, besser gesagt, zu zwei Plätzen: links Gammeltorv und rechts Nytorv. Noch ein Stückchen weiter erreichen wir den Höjbroplatz, wo eine Menschenmenge um eine flotte Musikgruppe geschart ist. Am Ende der Fußgängerzone stoßen wir auf einen Kanal und das Schloss Christiansborg, das ebenso wie die Türme einiger Kirchen und dem Drachenturm der Börse im schönsten Abendlicht liegt.

Auffallend sind die vielen großen Baustellen, die Kopenhagen zu einer einzigen Großbaustelle verschmelzen lassen. Alle paar 100 Meter ist die Straße aufgerissen, umgeleitet oder gesperrt. Fußgänger werden auf Holz- und Eisenplatten über tiefe Löcher geleitet, und bei den Rathaus-Arkaden ist man sogar am heiligen Sonntag dabei, mit schwerem Gerät die Vordächer zu zerschlagen bzw. abzuschweißen.

Kopenhagen Radfahrer
Freie Fahrt für Radfahrer © EKö - Reisebuch.de

Und noch etwas ist bemerkenswert: Kopenhagen ist eine Fahrradstadt. Die Radwege sind sehr breit angelegt und werden fleißig genutzt. Als Fußgänger muss man immer aufpassen, ob die Straße wirklich frei ist.

Die Uhr zeigt 18.15. Die Entfernungen sind hier nicht groß. Man schafft viel in einer Stunde. Langsam schlendern wir auf einem anderen Weg zurück. Neben dem Eingang ins Tivoli entdecken wir „Build-a Bear“, ein Laden, der wohl einzigartig ist. So etwas haben wir noch nie gesehen: alles für Teddybären! Da reihen sich Auslage an Auslage mit Kleidung, Schuhen und Accessoires für Bären. Unglaublich!

Build-a-baer
Kleidung für modebewusste Teddybären © EKö - Reisebuch.de
Teddys
Teddybären © EKö - Reisebuch.de

2.Tag

Nachts um 4.15 Uhr ist von draußen lautes Gerumpel zu hören. Auf der Straße stehen ein riesiger weißer LKW von Dansk Catering und dahinter ein kleinerer Lieferwagen. Beide bringen Lebensmittel ins Hotel. Aus dem Lieferwagen werden gerade Unmengen von Brötchen herangerollt, was recht laut zugeht, Und im LKW scheint sich jemand den Spaß zu machen, Tiefgefrorenes an die Wand zu werfen. Es dauert eine Weile, bis wieder Ruhe eingekehrt ist und der Schlaf seine Fortsetzung findet.

Der Blick durchs Fenster zum Himmel am nächsten Morgen verheißt nichts Gutes: alles Grau. Aber dann merken wir, dass die Scheiben von außen dermaßen schmutzig sind, als seien sie seit mindestens 2 Jahren nicht mehr geputzt worden. Es ist strahlend blauer Himmel!
Das Frühstücksbüfett hat alles, was man sich wünscht, wenn auch nicht in unendlicher Vielfalt. Uns begeistern die vielen verschiedenen frischen Brotsorten. Dafür lassen wir glatt die Brötchen liegen. Der Kaffee schmeckt außerordentlich gut, und die Eier sind hart gekocht.

Um 9 Uhr brechen wir auf. Zuerst erstehen wir in der Tourist Information (2 Schalter besetzt, fast leer, aber man muss eine Nummer ziehen) für umgerechnet 91,18 Euro pro Person die Copenhagen Card für 72 Stunden ab 14 Uhr. So können wir sie noch für die Rückfahrt zum Flughafen verwenden. Mit dieser Karte können Busse und Bahnen kostenlos benutzt werden, man hat freien Eintritt in Museen, Schlösser und Ausstellungen und erhält außerdem Rabatt auf vieles andere. Es wird sich schon rechnen.

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