Berlin Reiseinfos

Reichstag Berlin; pixabay CC0
Berlin aus der Luft; pixabay CC0

Berlin im Frühjahr

Bei der Anreise nach Berlin mit dem Auto kann dem Stau auf den Einfallstraßen nur entkommen, wer nachts reist. Bahnreisende sollten sich mindestens 4 bis 6 Wochen im Voraus um Fahrkarte und Platzkarte kümmern. Billig-Airlines fliegen ihre Passagiere zu Preisen ab € 19 in die Stadt. Einmal in Berlin angekommen, werden die meisten Besucher zu Fußgängern.

Berlin ist voll. Egal zu welcher Jahreszeit und zu welcher Tages- oder Nachtzeit: Berlin ist voll. Das bezieht sich in erster Linie auf die Touristen-Magnete, und manches Mal glaubt man, vor sich an der nächsten Kreuzung eine „Demo“ zu sehen, doch es ist nur der normale Touristenstrom, der sich auf die andere Straßenseite schiebt.

Es gibt durchaus auch die ruhigen Stadtteile, wo Altberliner und Neuberliner unter sich sind, Gegenden, wo nie ein Tourist hinkommt, Wohnbereiche, Plattenbau- und Villensiedlungen, im Osten wie im Westen. Davon sei hier nicht die Rede. Wir tauchen ein in die Highlights.

Freitag

Nach der Ankunft am Nachmittag starten wir „unser“ Berlin im Prenzlauer Berg. Vom Kollwitzplatz, nach der bekannten Künstlerin Käthe Kollwitz benannt, die hier lebte, schlendern wir über das Gelände der ehemaligen Schultheiß-Brauerei, wo heute Kultur, Gastronomie und Events der Bierbrau-Tradition den Rang abgelaufen haben.

Zurück über die Sredzkistraße gehen wir bis zur Kollwitzstraße zurück. An einer Ecke der Kreuzung (Kollwitzstraße 83) befindet sich das angesagte Café Anna Blume, wo Kaffee und Pflanzen um die Wette duften. Unser Ziel ist allerdings das Viñablanca schräg gegenüber in der Sredzkistraße 85. Hier schwelgen wir in Spanischen Tapas. Urlaubserinnerungen an das vergangene Jahr mischen sich mir den neuen Eindrücken.

Draußen hat leichter Regen eingesetzt. Es kühlt merklich ab. Was allerdings einem Verdauungsspaziergang durch den nächtlichen Prenzlauer Berg keinen Abbruch tut.

Samstag

Heute wird geshoppt! Stadtteil-Shopping-Center gibt es zuhauf, über die ganze Stadt verteilt. Wir landen in Steglitz im Einkaufscenter „Das Schloss“. Auf 3 Ebenen befinden sich hier über 70 Läden aus allen erdenklichen Branchen. Auf der gegenüber liegenden Straßenseite lädt ein riesiger Globetrotter-Laden zum Stöbern ein, gegenüber vom Rathaus ist Wochenmarkt. Mit Schuhen, von € 79,90 auf € 29,90 herabgesetzt, und einem Eis in der Hand verlassen wir den Konsum-Tempel.

Nachmittags fahren wir in die Mitte, Berlin Mitte. In der Friedrichstraße, jenseits der ehemaligen Mauer-Grenze im Osten der Stadt, befinden sich drei der bekanntesten Einkaufs-Passagen Berlins, die alle durch unterirdische Durchgänge miteinander verbunden sind. Ecke Friedrichstraße/Französische Straße befinden sich die Galeries Lafayette (Quartier 207), angelehnt an das gleichnamige Pariser Einkaufszentrum. Hier gibt es die neuesten Mode-Trends, Accessoires, anspruchsvolle Beauty-Produkte und französische Spezialitäten.

Das Quartier 206 zwischen Jäger- und Taubenstraße besticht durch seine markanten Bodenmosaiken. Egal von wo aus man sie betrachtet, die geometrische Anordnung scheint immer neue Muster zu bilden. Die Läden sind Boutiquen der Edelklasse.

Im Quartier 205 zwischen Friedrichstraße und Gendarmenmarkt fällt zunächst die bunte, 11 Meter hohe Säule aus Autowrackteilen auf, der „Turm von Klythie“ von John Chamberlain. Die Skulptur steht im Untergeschoss und ragt weit über das Erdgeschoss hinaus.

Etwa 50 Bars, Restaurants, Läden und Boutiquen sind hier angesiedelt.

Der Gendarmenmarkt gehört zu den schönsten Plätzen Berlins. Ihn umgeben zwei völlig gleich gestaltete Kuppelkirchen, der Deutsche und der Französische Dom, dazwischen befindet sich das Konzerthaus. Unser Ziel sind weder die Kultur, noch die Dome, sondern Rausch, das Schokoladenhaus gegenüber vom Deutschen Dom in der Charlottenburger Straße direkt am Gendarmenmarkt. Schon die Schaufenster-Auslagen verheißen Großes, denn wo kann man schon die Titanic, die Kaiser Wilhelm Gedächtniskirche, das Reichstagsgebäude und das Brandenburger Tor riesengroß aus Schokolade bestaunen!

Am Eingang begrüßt uns ein freundlicher, junger Mann mit einem strahlenden Lächeln. Oh, wie das hier duftet! Die Geschmacksnerven werden sensibilisiert, was sich auch auf den Geldbeutel auswirkt. Da ist kaum einer, der nicht wenigstens ein kleines Schokolädchen kauft. Oft weist der Kassenbon aber auch eine dreistellige Summe aus. Die Auswahl ist einfach gigantisch! Die meterlange Pralinentheke bietet Hunderte von Süßigkeiten aus eigener Herstellung.

Im 1. Stock befindet sich das Schokoladen-Restaurant und -Café, wo köstliche Trinkschokolade zu erlesenen Törtchen angeboten wird. Wer es gerne etwas kräftiger mag, kann sich im Konzerthaus-Café mit einem Salat oder einer Quiche Lorraine stärken.

Den Abend verbringen wir am Kurfürstendamm, erst bei einem Spaziergang, dann in der Komödie bei einem Theaterstück. Die Karten dafür hatten wir schon am Vorabend gekauft.

Sonntag

Durch rechtzeitige Reservierung können wir rechts an der Warteschlange vorbei gehen und das Reichstagsgebäude direkt betreten. Zunächst müssen wir durch die Eingangskontrolle. Es kommt uns vor wie im Flughafen: das gleiche Procedere, Jacken aus, mit den Taschen auf das Fließband legen zwecks Durchleuchtung, durch die Schleuse gehen.

Ein Aufzug bringt uns nach oben zum Käfer-Restaurant, wo uns die Plätze zugewiesen werden. Das Kuppelfrühstück, eines von 5 Angeboten, kostet € 17,00. Der Kaffee wird mit € 4,70 extra berechnet, dafür wird er auch lange vor dem restlichen Frühstück serviert und ist bereits kalt, als die Brötchen kommen.
Die Motivation des Personals lässt sehr zu wünschen übrig. Bei mir fehlt die Butter, nebenan wartet man auf die Marmelade. Sollte nicht auch noch ein Freilandei dabei sein? Die Teller werden einfach abgeräumt, auch wenn das Besteck gekreuzt drauf liegt und noch Brötchen da sind. Zeit lässt man sich allerdings, als wir bezahlen wollen. Schließlich sind wir draußen, und angesichts des Panoramas, was sich um uns ausbreitet, ist alles schnell wieder vergessen.

Vorher hatte es geregnet und die Sicht war trüb. Nun aber scheint die Sonne, blauer Himmel, Weitsicht. Die Kamera läuft heiß. Anschließend noch die Runde in der Kuppel bis ganz nach oben. Ständig neue Aussichten, sowohl nach innen, als auch nach außen. Wir sind ganz überrascht, dass die Kuppel oben offen ist!

Schließlich haben wir uns sattgesehen und fahren mit dem Lift wieder nach unten. Vor der Tür schauen wir einer langen Warteschlange entgegen und können uns ein Schmunzeln nicht verkneifen.

Von hier aus ist es nur ein Katzensprung bis zum Brandenburger Tor, dem Wahrzeichen Deutschlands schlechthin. Immerhin ziert es auch die Rückseite unserer 10-, 20- und 50-Cent-Münzen.

Man bewegt sich fast genau auf dem ehemaligen Verlauf der Mauer, wie man an Markierungen im Boden erkennen kann. Das Brandenburger Tor stand auf östlicher Seite zwischen Ost- und Westberlin, zwischen Britischem und Sowjetischem Sektor, zwischen Warschauer Pakt und Nato. Berlin als geteilte Stadt, unvorstellbar ist das heute! Das Tor und die nach Osten gerichtete Quadriga sind restauriert, zerstörte umliegende Gebäude (wie das Hotel Adlon) wieder aufgebaut. Und von den Hunderten von Menschen, die den Pariser Platz dicht bevölkern, sind viele jünger als die Republik.

Berliner Bären laufen herum, Männer in Russischen und Amerikanischen Uniformen, es wird fotografiert, was die Linse hergibt. Wer hier nicht gewesen ist, der war nicht in Berlin.

Am Brandenburger Tor beginnt die Straße „Unter den Linden“. In der Ferne sehen wir das Rote Rathaus, den Sitz des Regierenden Bürgermeisters und des Senats von Berlin. Es steht unmittelbar am Alexanderplatz.

Wir gehen zu Fuß weiter, nicht nur, weil die Bushaltestellen wegen des Halbmarathons, der heute stattfand, noch nicht wieder angefahren werden. Auf der rechten Seite geraten wir an der Botschaft der Russischen Föderation in eine russische Reisegruppe. Natürlich wollen alle vor dem Eingang fotografiert werden, wenn sie auch durch das Eisengitter ein paar Meter von den prächtig vergoldeten Türen getrennt sind. Auf der anderen Straßenseite wartet eine geduldige Menschenmenge auf Einlass in Madame Tussauds Wachsfigurenkabinett. Hier findet jeder sein Idol, sei es Brad Pitt, Barack Obama, Hildegard Knef oder Bill Kaulitz. Insgesamt sind es 80 Figuren. Eine der neuesten ist Moritz Bleibtreu.

Es folgt eine etwas unspektakuläre Strecke. Wir passieren Bürogebäude des Deutschen Bundestags, das ZDF Hauptstadtstudio und der, die oder das Deutsche Guggenheim, ein Joint Venture zwischen der Deutschen Bank und der Solomon R. Guggenheim Foundation mit mehr als 50.000 Kunstwerken.

Dann sind wir an der Deutschen Staatsoper und am Bebelplatz. Die Deutsche Staatsoper ist Berlins ältestes Theatergebäude. Mit dem Bau wurde bereits 1741 unter Friedrich II. begonnen.

Auf dem Bebelplatz erreichten am 10. Mai 1933 die Bücherverbrennungen, bei der als „undeutsch“ eingestufte Werke deutschsprachiger Dichter, Schriftsteller und Künstler den Flammen übergeben wurden, ihren Höhepunkt. Zu den Verfemten gehörten unter anderem Bertolt Brecht, Erich Kästner, Heinrich Heine, Kurt Tucholsky, Heinrich Mann und Sigmund Freud. Durch eine Glasplatte auf dem Platz schauen wir in einen Raum mit leeren Bücherregalen als Mahnmal.

Im hinteren Teil des Bebelplatzes ist die St. Hedwigs-Kathedrale mit ihrer markanten grünen, eiförmigen Kuppel. Sie ist Sitz des Berliner Erzbischofs. Es war die erste katholische Kirche, die nach der Reformation in Berlin gebaut werden durfte. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Kathedrale stark zerstört und 1956-1963 wieder aufgebaut.

Gegenüber befindet sich die vor 200 Jahren gegründete Humboldt-Universität, die stolz darauf verweist, dass ihre Gelehrten insgesamt 29 Nobelpreise eingeheimst haben.

Vor der Universität ist Bücherflohmarkt. Wenn nicht anders angegeben, kostet ein Buch € 2,00, 2 Stück € 3,00. Es ist alles dabei, von der Schullektüre bis zum Bildband, von Comic bis Wissenschaft.

An der Schlossbrücke endet die Straße „Unter den Linden“. Auf der anderen Seite heißt sie „Karl-Liebknecht-Straße“. Wir befinden uns nun auf der Spreeinsel, auf deren nordwestlicher Spitze sich die großen Museen befinden.

Es sind unheimlich viele Leute unterwegs! Hier stoßen mehrere touristische Highlights aneinander: die Museumsinsel, die Spree mit ihren vielen Bootsanlegern, der Berliner Dom, der Alexanderplatz und das Nikolaiviertel. Auf der Straße stehen noch meterlange Reihen von Dixi-Toiletten. Hier am Dom war Startpunkt des Halbmarathons, hinter dem Roten Rathaus war das Ziel. Die Mengen haben sich noch nicht ganz zerstreut, denn zwischen all den Touristen sind auch etliche nackte, stramme Läuferwaden auszumachen.

Direkt gegenüber vom Dom befand sich der Palast der Republik, der in den letzten Jahren zurück gebaut worden ist. Die Fläche ist inzwischen frei von Steinen, Eisen und Beton. Wer jetzt vor der mit Gras bewachsenen Freifläche steht, glaubt kaum, dass hier einmal so ein Klotz von Gebäude gestanden hat. Beim Abriss mussten übrigens 5.000 Tonnen Spritzasbest entsorgt werden.

Wir laufen über das Marx-Engels-Forum zum Nikolaiviertel. Es handelt sich dabei um eines der ältesten Wohnviertel Berlins, es wurde aber im Zweiten Weltkrieg zerstört und noch zu DDR-Zeiten, rechtzeitig zur 750-Jahr-Feier im Jahr 1987 im alten Stil rekonstruiert und neu aufgebaut. An einigen Häusern kann man sehen, dass selbst Plattenbau sich verzieren lässt und dass manche Treppengiebel aus einem Stück sind. Alles in allem macht das Viertel einen ansehnlichen, gemütlichen Eindruck.

Weiter geht es quer über den Alexanderplatz. Die Kugel des Fernsehturms strahlt im Frühlingslicht, und die roten Klinkersteine gereichen dem Roten Rathaus zur Ehre.

Auf der anderen Seite der Karl-Liebknecht-Straße befindet sich in der Halle des Radisson Hotels der AquaDom, ein Aquarium von 25 m Höhe mit 1.500 Fischen, das größte Zylinderaquarium der Welt. Mitten hindurch fährt in 7 Minuten ein Fahrstuhl, und wer bereits das Sealife Center (Eingang von der Spandauer Str., lange Warteschlange) besucht hat, darf ihn auch benutzen. Wir schauen uns das Aquarium aus der Ferne an.

Nach einem Schlenker über die Museumsinsel erreichen wir wieder die Straße, auf der wir gekommen waren. Immer wieder sehen wir lange Warteschlangen vor den Museen. Jetzt wäre es uns aber eher nach einem Kaffee. So richtig schönes Kaffeehaus-Ambiente erwartet uns im Café Einstein Unter den Linden. Wir finden sogar schnell einen Platz. Die Karte erinnert an Wiener Gastlichkeit. Wir entscheiden uns für einen Verlängerten und Birnentorte, gar köstlich! Was Rang und Namen hat, war schon hier: Bill Clinton, Gerhard Schröder, Udo Lindenberg, Ulrich Wickert, um nur einige zu nennen. Und nun auch wir.

So langsam schmerzen die Füße. Wir gehen vom Brandenburger Tor links herum zum Denkmal für die Ermordeten Juden. Auf einer 19.000 qm großen Fläche stehen 2711 graue Betonquader unterschiedlicher Größe. Dadurch, dass der Untergrund gewellt ist, scheint die Oberfläche fast einheitlich. Licht und Schatten lassen ein interessantes geometrisches Muster entstehen. Uns erschrickt aber, dass die Leute, die hinein marschieren, auf einmal weg sind. Manche Steine sind über 4 Meter hoch, aber das sieht man vom Rand aus nicht. Zusammen mit dem welligen Boden entsteht der Eindruck, dass hier Menschen verschwinden. Dieser Eindruck soll wohl auch entstehen und die Wirkung des Mahnmals unterstreichen.

Weiter geht es zum Potsdamer Platz. Wir drehen noch eine Runde durch das Sony Center und fahren dann wieder zurück in unser Quartier.

Montag

Die Topographie des Terrors, eine Freiluft-Ausstellung an der Stelle des ehemaligen Hauptquartiers der SS und der Gestapo, ist eine Dokumentation über die Gräueltaten der NS-Zeit. Zur Zeit ist man dort emsig am Bauen. Es sieht so aus, als würde das Gelände überdacht. Alle Bäume, die dort in letzten Jahr parallel zu ein paar Metern der Berliner Mauer noch standen, hat man gefällt. Am 8.5.2010, genau 65 Jahre nach dem Ende der NS-Zeit, soll die Ausstellung wieder der Öffentlichkeit zugänglich sein.

Der 1881 eröffnete Gropiusbau steht direkt neben dem Mauerverlauf. Er besticht durch die vielen Fassadendetails und Schmuckreliefs, die die Wappen der deutschen Länder und unzählige Berufe und Handwerke zeigen. Wir schauen uns innen die Ausstellung „Schätze des Aga Khan“ an, Kostbarkeiten aus 1000 Jahren islamischer Kunst. Dazu gönnen wir uns einen Audio-Guide, weil man sonst womöglich an Wichtigem vorbei schaut.

Nach einem Imbiss bei einem nahe gelegenen Türken geht es wieder in die Friedrich-straße, diesmal aber zu Dussmann. Eine Riesen-auswahl! Allein schon die Klassik nimmt  in der Musikabteilung eine ganze Etage ein. Und auch die Buchabteilungen sind riesig! Das „Kultur-Kaufhaus“ erstreckt sich auf 7.000 Metern über 5 Etagen und hat von Montag bis Samstag jeweils von 10 bis 24 Uhr geöffnet.

Und jetzt noch zu den Hackeschen Höfen? Dann los. Mit der S-Bahn ist man schnell dort. Wir gehen zur Haltestelle Friedrichstraße, einem sehr unübersichtlichen Bahnhof. An diesem Knotenpunkt treffen 7 Bahnen aus Regionalverkehr, S- und U-Bahn zusammen, und auf die Richtung muss man auch noch Acht geben. Unter der S-Bahn haben sich in den so genannten S-Bahn-Bögen eine ganze Reihe uriger Lokale angesiedelt. Wir schlendern an ihnen entlang, und in einem davon stärken wir uns, bevor wir wieder zum Bahnhof Friedrichstraße gehen und weiter fahren.

Zu den Hackeschen Höfen sind es nur noch ein paar Stationen. Pulks von Menschen bewegen sich durch die Passage, die Geschäfte, die Restaurants. Hier gibt es einige ganz witzige Läden, wie zum Beispiel Ampelmann in Hof 5, wo alles, was angeboten wird, vom Badeschwamm bis zum Bonbon, die Form eines roten oder grünen Ampelmännchens hat. Oder Perlin in Hof 4, da gibt es nichts außer Perlen. Wer will, kann sich seine Preziosen selber aufreihen. Artificium ist eine erlesene Kunstbuchhandlung in Hof 2.

Dienstag, 30.3.

Im Foyer der Philharmonie zwischen Potsdamer Straße und Tiergarten finden zwischen September und Juni jeden Dienstag um 13 Uhr Lunch-Konzerte statt. Die Musik ist kostenlos, das Essen erschwinglich. Wir fahren rechtzeitig los, um noch einen Sitzplatz auf einer der Treppen zu ergattern. Die Stühle sind Schwerbehinderten vorbehalten. Das Foyer füllt sich mehr und mehr, Frauen bringen Babys mit, Schulklassen sind da, und ansonsten sieht man alle Altersstufen und Schichten.

Heute stehen Tänze und Stücke des aus Pamplona stammenden Spanischen Violinisten Pablo de Sarasate auf dem Programm, dargeboten vom Duo Orpheo Antoine Saad, Violine, und Susanne Kowal, Klavier. Es gefällt uns sehr gut.

Nach dem akustischen Genuss fahren wir mit dem Bus zum Botanischen Garten nach Steglitz. Die Haltestelle liegt direkt am Haupteingang. Für € 6,00 Eintritt kann man sich auf eine Reise um den Globus begeben, entweder im 13 Hektar großen Freigelände oder in den 6.000 qm umfassenden Gewächshäusern. Draußen blüht noch nicht viel, auch die Bäume sind noch kahl.

Doch in den Glashäusern empfängt uns eine üppige Vegetation, fein aufgeteilt nach Erdteilen und Regionen.  Es ist ein sehr erholsamer Ausflug, der seinen Höhepunkt erfährt, als wir das Gewächshaus mit den in voller Blüte stehenden Azaleen und Kamelien betreten. Phantastisch! Auch auf die Kakteensammlung und die Orchideenvielfalt sind die Betreiber sehr stolz.

Den Abend lassen wir in der Trattoria del Corso an der Hauptstraße in Schöneberg ausklingen. Kann man nur weiter empfehlen: atmosphärisch angenehm und authentisch, ein kleines Stück Italienurlaub.

Mittwoch

Heute haben wir nur ein Ziel: Schloss Charlottenburg.

Das 1699 eingeweihte Schloss war die Sommerresidenz von Sophie Charlotte, der Gemahlin von König Friedrich I. Es wurde einige Male erweitert, bis es seine heutige Gestalt hatte. Wie viele Friedriche und Friedrich Wilhelme residierten hier!

Wir gehen allerdings in keines der Museen und besuchen auch keine der Ausstellungen, sondern gehen im Park spazieren, der so sehr weitläufig angelegt ist, dass sich die Besucher darin verlieren. Zwischen Wasserläufen befinden sich Liegewiesen, die jetzt noch kahlen Bäume spenden im Sommer Schatten.

Der Schlossgarten ist als Barockgarten angelegt, die Bepflanzung der Rabatten mit Frühlingsblumen wirkt aufgelockert und frisch.

Im Mausoleum haben König Friedrich Wilhelm III. und seine Frau, die beliebte Königin Luise, sowie Kaiser Wilhelm I. und seine Gattin Auguste ihre letzte Ruhe gefunden. Oben stehen die Schein-Sarkophage aus feinstem Carrara-Marmor. Die Bildhauer, die den Stein bearbeitet haben, waren echte Künstler. Ob Faltenwurf des Stoffs oder die Gesichtszüge der Verstorbenen Königinnen und Könige, alles ist mit einer unglaublichen Leichtigkeit dargestellt. Unten stehen 4 schlichte Sarkophage mit den Gebeinen. Auf dem Sarg von Luise liegen Blumen.

Außerhalb des Schlosses am Luisenplatz 1 befindet sich das Brauhaus Lemke. Dort kehren wir ein. Es wirkt alt und rustikal, doch eine künstlerische Hand hat geschickt  passende Dekorationen im Raum verteilt, hier ein Osterstrauß, dort ein Ährenkranz. Die Speisekarte ist sehr vielfältig, die Preise moderat, das Essen äußerst schmackhaft.

Mit dieser Stärkung endet unser Aufenthalt in Berlin.

Von Hauptbahnhof aus geht die Fahrt wieder zurück.

© Edith Kölzer, Reisebuch.de

Allgemeine Links zu Berlin

Anreise nach Berlin

https://maps.adac.de/ 
www.bahn.de/p/view/index.shtml
Mit dem Flieger nach Berlin

Öffentliche Verkehrsmittel in Berlin
http://www.bvg.de 

Offizielles Stadtportal Berlin
http://www.berlin.de 

Berliner Mauer
https://www.berlin.de/mauer/ 

Links nach Stadtteilen

Tiergarten

Der Reichstag bzw. Deutsche Bundestag:

https://www.berlin.de/sehenswuerdigkeiten/3560965-3558930-reichstag.html 

Das Käfer-Restaurant neben der Reichstagskuppel:

https://www.feinkost-kaefer.de/dt_bundestag/ 

Der Potsdamer Platz, damals und heute ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt:

http://www.potsdamer-platz.net/ 

Das Sony Center mit dem interessanten Dach:

https://sonycenter.de

Die Philharmonie, Konzerthaus der Berliner Philharmoniker:

http://www.berliner-philharmoniker.de/philharmonie/ 

Berlin Mitte

Das Brandenburger Tor, das Wahrzeichen schlechthin:

https://www.berlin.de/sehenswuerdigkeiten/3560266-3558930-brandenburger-tor.html 

Der Pariser Platz an der Ostseite des Brandenburger Tores:

https://www.berlin.de/sehenswuerdigkeiten/3561743-3558930-pariser-platz.html 

Denkmal der ermordeten Juden Europas:

https://www.berlin.de/sehenswuerdigkeiten/3560249-3558930-holocaust-mahnmal.html   

Großstadtflair in der Friedrichstraße:

http://www.friedrichstrasse.de/ 

Vive la mode in den Galeries Lafayette:

http://www.galerieslafayette.de/ 

Quartier 205, ein Einkaufszentrum der besonderen Art: 

http://www.quartier-205.com/de/home/ 

Dussmann, das Kulturkaufhaus:

http://www.kulturkaufhaus.de/ 

Hackesche Höfe, Shoppen und speisen unter Denkmalschutz:

https://www.hackesche-hoefe.de/ 

Das Zentrum Ostberlins, der Alexanderplatz:

https://www.berlin.de/sehenswuerdigkeiten/3560109-3558930-alexanderplatz.html 

Der Fernsehturm, das höchste Bauwerk Deutschlands:

https://tv-turm.de/

Das Nikolaiviertel, ein neu gebautes Stück altes Berlin:

https://www.berlin.de/sehenswuerdigkeiten/3559969-3558930-nikolaiviertel.html 

SeaLife und AquaDom im Radisson Hotel:

http://www.mamilade.de/sealife/berlin/2006620-sealife_berlin.html 

Das Rote Rathaus:

https://www.berlin.de/sehenswuerdigkeiten/3559880-3558930-rotes-rathaus.html 

Die zentrale Prachtstraße Unter den Linden:

http://www.berlin.citysam.de/unter-den-linden.htm 

Wiener Kaffeehaus-Atmosphäre im Café Einstein Unter den Linden:   

http://www.cafeeinstein.com/

Die alteste Berliner Hochschule, die Humboldt-Universität:

http://www.hu-berlin.de/ 

Auf der Museumsinsel befinden sich 6 bedeutende Museen:

Altes Museum, Neues Museum, Alte Nationalgalerie, Bode-Museum und Pergamonmuseum.

https://www.smb.museum/home.html 

Der größte Kreuzungsbahnhof Europas, der Berliner Hauptbahnhof:

https://www.visitberlin.de/de/berlin-hauptbahnhof 

Topographie des Terrors:

http://www.topographie.de/ 

Der Martin-Gropius-Bau, schon von außen sehenswert:

https://www.berlin.de/museum/3108837-2926344-martingropiusbau.html 

Der Gendarmenmarkt, der schönste Platz von Berlin:

https://www.berlin.de/sehenswuerdigkeiten/3560277-3558930-gendarmenmarkt.html 

Rausch, das Schokoladenparadies am Gendarmenmarkt:

https://www.rausch.de/ 

Steglitz

Der Botanische Garten, der artenreichste Garten Europas:

http://www.botanischer-garten-berlin.de/ 

„Das Schloss“, eines von vielen Stadtteil-Einkaufszentren:

http://www.das-schloss-steglitz.de/ 

Charlottenburg

Schloss Charlottenburg, der Sitz deutscher Könige und Kaiser:

https://www.spsg.de/schloesser-gaerten/objekt/schloss-charlottenburg-altes-schloss/  

Bayerische und Berliner Küche im Brauhaus Lemke:

http://www.brauhaus-lemke.com/index.php?area=2