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Old Faithful Inn

Eine Sehenswürdigkeit für sich ist die Innenarchitektur des im Blockhausstil errichteten Old Faithful Inn. Die Konstruktion der Hotelhalle ist absolut einmalig. Wer sich für die Einzelheiten interessiert, kann an Führungen teilnehmen, die mehrfach täglich stattfinden (gratis; Zeiten in Yellowstone Today).
Für eine Nacht im Old Faithful könnten sogar Camper einmal gut auf open air verzichten, zumal das Hotel auch noch die einzig gute Kneipe weit und breit beherbergt. DZ kosten je nach Kategorie/ Saison ab $98/$125 (ohne/mit Bad) bis über $200; (möglichst frühe) Voranmeldung unter 1-866-439-7375; www.yellowstonenationalparklodges.com/old-faithful-inn-96.html.

Midway Geysir Basin

Auf der Weiterfahrt in nunmehr nördliche Richtung passiert man weitere Geysir-Zonen. Einen Stopp wert ist jede davon, speziell das Midway Geyser Basin und das blubbernde »Matschloch« Fountain Paint Pot im Lower Geyser Basin, wiewohl der Maltopf im Lauf der Jahre etwas eintrocknete und an Originalität verlor. Wer den richtigen Zeitpunkt abpasst (Info im Old Faithful Visitor Center), kann sich am auch sonst attraktiven Firehole Lake Drive die Fontänen des Great Fountain Geyser ansehen. Ein schönes Ziel für eine ca. 60-min- Wanderung ist der Imperial Geyser, 3 km entfernt vom Endpunkt des Fountain Flat Drive.

Badestelle

Kurz vor Madison Junction geht es links ab zu den Firehole Falls (Einbahnstraße). Die kurze Rundstrecke führt durch den Firehole Canyon des gleichnamigen Flusses, der hier dank des ein paar Meilen oberhalb zulaufenden heißen Wassers aus diversen Geysiren etwas angewärmt wurde. Zwischen den Felsen der Schlucht gibt es ein Stück hinter den Fällen prima Badepools.

Norris Geysir Basin

Im Norris Geyser Basin findet man im wesentlichen ähnliche Heißwasserpools und kleinere Geysire wie in anderen Feldern. Eine Ausnahme bildete der originelle Echinus Geyser, der sich langsam mit heißem Wasser füllt und seinen Inhalt in wenigen Minuten wieder hinausbläst. Leider bricht er nur noch selten und unvorhersagbar aus. Der ebenfalls im Norris-Becken befindliche Steamboat Geyser verharrt sogar jahrelang inaktiv, bevor er sich mit den stärksten Ausbrüchen des Parks zurückmeldet. Seine Fontänen erreichen dann über 100 m Höhe und sind damit die höchsten weltweit. Letzter Ausbruch: Mai 2005.

Weitere Bereiche

Bei knapper Zeit könnte der Yellowstone-Besuch sich auf die kleine Rundstrecke mit Weiterfahrt von Norris zum Canyon Village beschränken. Dabei verpasst man jedoch die Mammoth Hot Springs, alles andere im oberen Bereich des Rundkurses ließe sich verschmerzen. Am wenigsten jedoch die Verbindung von Norris zu den Mammutquellen; sie ist eine der schönsten Strecken im Park, während der weitere Verlauf der Straße über Tower Junction zum Canyon Village keine besonderen Reize bereithält. Auch den Tower Wasserfall muss man nicht gesehen haben.



Old Faithful Inn © by Hans-R. Grundmann - RKH-Verlag
Old Faithful Inn; © by Hans-R. Grundmann - RKH-Verlag

Mammoth Hot Springs

Ganz anders als alle bisher beschriebenen Thermalfelder und ein Erlebnis eigener Art waren die Mammoth Hot Springs am nördlichen Parkausgang. Das heiße Quellwasser wurde hier auf dem Weg an die Oberfläche stark mit dem Kalziumkarbonat des Deckgesteins (Kalksandstein) angereichert, das sich bei Austritt an die Oberfläche um die Öffnung herum ablagerte und auf diese Weise Terrassen gebildet hat, die weltweit größten ihrer Art. Walkways führen mitten durch die stufenartig übereinander liegenden Kalziumformationen der Main Terrace Area; eine Loop Road umrundet die Upper Terrace Area. Der Wasserzustrom hat sich in den 1990er-Jahren nach Erdstößen verändert und verringert, so dass Teile der Terrassen ausgetrocknet und nicht mehr so attraktiv wie früher sind. Das Foto zeigt den Zustand 1992.
Im Besucherzentrum unterhalb der Sinterterrassen ist ein nur mäßig interessantes Museum zu Natur&Wildlife untergebracht.

Yellowstone Canyon & Falls, Mud Volcano

Der Name des Parks geht auf den gelben Sandstein im Grand Canyon of the Yellowstone zurück, eine vom Yellowstone River tief ausgewaschene Schlucht. Vom Visitor Center im Canyon Village läuft eine Einbahnstraße an deren Nordrand entlang (North Rim Drive). Den besten Blick in den Canyon hinein hat man vom Inspiration Point. Über zwei Fallstufen, die Upper und Lower Falls, stürzt das Wasser mehrere hundert Meter weiter flussaufwärts in die Tiefe. Der untere Wasserfall ist mit einer Höhe von 94 m am spektakulärsten. Das Schauspiel der donnernden Wassermassen beeindruckt besonders vom Red Rock Point aus. Die Upper Falls sind weniger aufregend. Weitere schöne Perspektiven von Schlucht und Fällen bieten Aussichtspunkte (z.B. Artist Point!) auf der gegenüberliegenden Seite (South Rim Drive).
Zwischen Canyon Village und der Besucherzentrale Fishing Bridge/ Lake Village am Yellowstone Lake liegt die Mud Volcano Region, eine besondere thermale Spezialität. Im Gegensatz zu den Klarwassergeysiren brodelt im Mud Volcano und seinen schwefligen Nachbarn eine »Suppe« aus Regenwasser, geschmolzenem Schnee und Matsch, die durch Dämpfe vulkanischen Ursprungs erhitzt und in Bewegung gehalten wird. Am schönsten blubbert es im übelriechenden Dragon’s Caldron am Ende des gut 1 km langen Rundweges auf Holzbohlen.
Außer für seine Geysire ist der Yellowstone bekannt für seinen Fisch- und Wildreichtum. Um Rotwild, Elche und die in den letzten Jahren hier heimisch gemachten Büffel zu sehen, braucht man die Hauptstraßen kaum zu verlassen, speziell nicht in den frühen Morgenund Abendstunden. Als beste Regionen zur Wildbeobachtung gelten das Hayden Valley zwischen Mud Volcano und Canyon Village und das Lamar Valley östlich Tower Junction. Schwarz- und Grizzlybären machen sich eher rar. Vorwitzige Exemplare, die sich auf die Campingplätze verirren, werden in abgelegene Gebiete transportiert. Verhaltensmaßregeln für Begegnungen mit Bären und Bisons finden sich in Yellowstone Today; darüberhinaus erhält man bei der Einfahrt in den Park ein Merkblatt zum Verhalten bei Bärenkontakt. Der Park beheimatet auch wieder Wölfe: www.yellowstonewolf. blogspot.com.