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Geschichte, Geographie und Klima von San Francisco


Geschichte von San Francisco

San Francisco gehört zu den ältesten Städten der Vereinigten Staaten. Ursprünglich als Missionsstation (Mission Dolores) im Jahr 1776 von spanischen Franziskanermönchen unter dem mallorquinischen Pater Junípero Serra errichtet, fiel die später Yerba Buena genannte Stadt 1846 im mexikanisch-amerikanischen Krieg ohne Kampfhandlungen an die USA. Sie erhielt ein Jahr später zu Ehren des Schutzheiligen ihrer Gründer den heutigen Namen. Während der Jahre des kalifornischen Goldrausches (im Gebiet der Sierra Nevada zwischen Yosemite National Park und Lake Tahoe) 1848-1851 ging es mit San Francisco steil bergauf, und bereits 1870 zählte die Stadt 150.000 Einwohner. Ein schweres Erdbeben und die dadurch verursachte Feuersbrunst zerstörten 1906 zwar 80% aller Gebäude, aber die Entwicklung San Franciscos (heute ca. 780.000 Einwohner) und der sogenannten Bay Area (San Francisco, Oakland, San José, Palo Alto u.a.) zur Metropolis mit heute über 5 Mio. Einwohnern wurde nur kurzfristig unterbrochen. Die nach wie vor latente seismische Gefährdung der Region stellte ein schweres Beben der Stärke 6,9 auf der Richter-Skala das letzte Mal 1989 unter Beweis.

Gay People in San Francisco

In den 1970er-Jahren erwarb sich San Francisco den Beinamen »Welthauptstadt der Schwulen«. Die in der Hippiezeit ausgelöste sexuelle Liberalisierung in Verbindung mit der San Francisco nachgesagten Toleranz sorgten für eine Gay Community, die heute auf 20% der wahlberechtigten Bürger der Stadt geschätzt wird. Als politischer und wirtschaftlicher Faktor – die Einkommen der schwulen Bevölkerung liegen deutlich über dem Durchschnitt – ist die Homosexuellenbewegung nicht mehr wegzudenken. Daran änderte auch die Verbreitung von Aids wenig. Nach wie vor gilt als »Hochburg« der Gay Community ein Bereich unterhalb der Twin Peaks und Buena Vista Park mit Zentrum in der Castro Street zwischen 17. und 19. Straße.

Geographie in San Francisco

Das annähernd quadratische Stadtgebiet (120 km2) von San Francisco wird nach drei Seiten markiert durch die Küstenlinie des oberen (nördlichen) Endes einer breiten Landzunge zwischen Pazifik und San Francisco Bay. Deren hügelige Topographie tat der dichten Besiedelung keinen Abbruch. Gerade einige Parkareale und die Twin Peaks blieben von der Bebauung verschont, wobei die Stadtplaner weitgehend die Eigenheiten des Terrains ignorierten und kurzerhand für die Straßenführung Schachbrettmuster zugrunde legten. Nur wo das beim besten Willen nicht durchzuhalten war, wich man davon ab.

San Francisco im Internet

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Zahlreiche schnurgerade Straßen mit enormen Gefällen verlaufen daher achterbahnähnlich auf und ab. Von ihren höhergelegenen Punkten hat man herrliche Ausblicke auf die Bucht oder den Pazifik, es sei denn, der berüchtigte Nebel liegt über der Stadt.

Klima in San Francisco

Oft bleibt der Nebel auf der Linie Golden Gate Bridge/Twin Peaks hängen. Im Stadtzentrum scheint dann die Sonne, während die westlichen Vororte unter Feuchtigkeit und Kälte leiden. Dieses Phänomen ist nicht etwa eine Wintererscheinung, sondern eher im Sommer anzutreffen. Die Temperaturen werden davon stark beeinflusst. Sie steigen selbst im Hochsommer selten über 20°C. Erheblich kühlere Witterung bildet keine Ausnahme. Relativ sonnenreich und damit angenehm warm sind September und Oktober. Der spärliche Regen konzentriert sich auf die Wintermonate, deren mittlere Temperaturen nur um 8°C vom Sommerdurchschnitt abweichen.