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Reisezeiten der Amerikaner


Feriensaison in den USA

Die Ferienmonate der Amerikaner sind insofern ein wesentlicher Gesichtspunkt der eigenen Reiseplanung, als dann die bekanntesten Nationalparks, populäre Urlaubsgebiete etwa an der Pazifikküste und typische Brennpunkte des Tourismus wie zum Beispiel Disneyland in Los Angeles, Fisherman’s Wharf in San Francisco oder das Mount Rushmore Monument oft von mehr Touristen besucht werden als manchem lieb sein dürfte. D.h., Parkplatzprobleme, ausgebuchte und teure Unterkünfte, vor Mittag schon besetzte Campingplätze und eben viel Betrieb bestimmen dann die Situation in manchen Orten und Parks.



Auswirkung der Saison

Nun ist der Zeitraum, auf den diese Kennzeichnung voll zutrifft, glücklicherweise relativ kurz, obwohl in den Vereinigten Staaten offiziell rund drei Monate von Memorial Day (letzter Montag im Mai) bis Labor Day (erster Montag im September) als Hauptsaison gelten. Sie entspricht traditionell den Universitätsferien zwischen zwei akademischen Jahren. Auch die Sommerferien der Schulen fallen mit unterschiedlicher Länge in diese Periode. Erfahrungsgemäß beginnt der intern-amerikanische Ferienboom aber erst richtig Ende Juni, nimmt in der zweiten Augusthälfte schon spürbar ab und endet mit dem Labor Day schlagartig.


Wochenende

Lediglich an Wochenenden ist von Memorial Day Weekend bis zum Labor Day Weekend überall mit viel Betrieb zu rechnen. Denn wegen der aus unserer Sicht unsozialen Urlaubsregelungen in den USA (nur wenige berufstätige Amerikaner haben oder nehmen sich mehr als 2-3 Wochen Ferien pro Jahr, viele nicht einmal das) spielt das Weekend eine weit größere Rolle als bei uns. Die Bereitschaft, für den Wochenendspaß lange Strecken zu fahren, Ausgaben und Anstrengungen auf sich zu nehmen, ist deutlich ausgeprägter als unter Europäern. Im Südwesten sind die Wochenenden auch im April/Mai und nach dem Labor Day bis Ende Oktober bei gutem Wetter noch Ausflugstage.

Absolute Hochsaison

Man hat auf jeden Fall mehr von der Reise und vermeidet obendrein die Hochsaisonpreise bei Flügen und ggf. Campermiete, wenn es gelingt, sie außerhalb der absoluten Spitzenzeiten zu legen, also vor Mitte Juni und nach Labor Day (= ab September). Andererseits ist festzuhalten, dass von der Saison weniger spürt, wer Top-Sehenswürdigkeiten möglichst an Werktagen ansteuert und sich sonst eher abseits der touristischen Hauptpfade hält (siehe die entsprechenden Streckenbeschreibungen).

Im übrigen gilt in Amerika eine andere Definition von »voll« oder »überlaufen«. Europäische Verhältnisse wie am Mittelmeer, der deutschen Ostseeküste und beliebten anderen Urlaubszielen und die dazugehörigen ferienbedingten Verkehrsstaus existieren im-Westen der USA so gut wie nicht, sieht man von einigen wenigen besonders populären Nationalparks und Wochenend-Rückreiseverkehr in Richtung der großen Cities ab.