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Telefonieren in den USA und Kanada


System

Nordamerika inklusive Mexiko verfügt über ein einheitliches Telefonsystem. Jeder Bundesstaat besitzt eine dreistellige Vorwahl, den Area Code, einige dicht besiedelte Staaten mehrere davon. Dieser ersten Vorwahl folgt eine zweite, ebenfalls dreistellige Ziffer, die sich auf das Dorf, einen Landkreis oder einen Stadtteil bezieht. Die Apparatnummer ist vierstellig.

Bei Gesprächen über den regionalen Area Code hinaus (long distance call) muss eine »1« vorweggewählt werden. Das ist auch der Fall bei den gebührenfreien 800-/866-/877-/888-Nummern (toll free). Bereits Anrufe beim Nachbarn, der eine abweichende zweite Vorwahl besitzt, sind Ferngespräche. Statt des Ortsgesprächstaktes gilt für die Gebühren dann der Minutentakt.

International

Über die Vorwahl 011 öffnet man den Zugang zum internationalen Netz (gilt nicht für Kanada; dort reicht die Vorwahl 1). Mit 0049 für Deutschland, 0041 für die Schweiz und  0043 für Österreich und um die Null reduzierte Ortsvorwahl sind Verbindungen in die Heimat (vom privaten Telefon aus) leicht hergestellt.

Münztelefone

In amerikanischen Münzfernsprechern (Pay Phones) ist die direkte Durchwahl, national wie international, nicht möglich, es sei denn via Telefonkarte. Ferngespräche einschließlich solcher im Nahbereich lassen sich bei Münzeinwurf nur mit Hilfe eines Operators, häufig einer Computerstimme führen, die standardisierte Anweisungen gibt.

Telefonieren mit Münzeinwurf

Wer keine Telefonkarte zur Hand hat, muss für Ferngespräche in Pay Phones jede Menge Kleingeld bereithalten. Barzahlung in Telefonzellen kostet deutlich mehr als Telefonate von privaten Anschlüssen aus bzw. per Phone Card, zumal immer mindestens 3 min (!) zu bezahlen sind. Für Anrufe nach Europa benötigt man rollenweise Quarters. Denn Telefonate nach Übersee gegen bar kosten ab $5 für 3 min. Mit dem Operator gibt es dabei selbst bei guten Englischkenntnissen schon mal Verständigungsprobleme.

Phone oder Calling Cards

Solche Komplikationen sind aber im Grunde Schnee von gestern dank überall (Supermärkte, Tankstellen, Hotels, Mini Marts, etc.) zu kaufender Phone Cards. Bei den verschiedenen in den USA angebotenen Karten sind dabei die Minutenpreise verblüffend unterschiedlich und mit Ausnahmen ziemlich hoch. Vergleichsweise preisgünstigere Minutentarife bieten Phone Cards, die man typischerweise z.B. in Automaten in Truck Stops kaufen kann. Allerdings sind regelmässig bei Einsatz am Pay Phone fixe Zusatzgebühren pro Gespräch fällig.

Im Internet kann man sich dazu intensiv und hochaktuell vorinformieren und gleich die persönlich am meisten zusagende Phone Card heraussuchen. Einzelheiten und eine große Kartenauswahl findet man z.B. im ausgezeichneten Portal www.cyberscans.com unter Prepaid Phone-Cards oder Instant PIN Calling Cards.

Funktion

Die Calling Cards funktionieren in Apparaten ohne Einsteckschlitz (das ist die Mehrheit, sieht man ab von Ontario und Québec, wo faktisch keine Pay Phones ohne Kartenaufnahme mehr existieren) wie folgt: 1-800-Nummer für die gewünschte Sprachansage wählen (selten deutsch) und dann nach Anweisung die Codenummer der Karte eintasten, die Nummer wählen und fertig. Noch verfügbare Restminuten werden jeweils angesagt. Der Haken dieser Karten liegt in ihrer Unterschiedlichkeit; nicht nur variieren die Minutentarife, sondern auch fixe Verbindungskosten bis $0,50 pro Gespräch.