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USA Geographie, Bevölkerung und Natur3


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Die Tierwelt in den USA

Die einst vielfältige und zahlreiche Fauna Nordamerikas wurde vor allem in der Pionierzeit über alle Maßen dezimiert. Bekanntestes Beispiel der rücksichtslosen Ausrottung sind die Büffel, die vor Eintreffen des Weißen Mannes zu Millionen die Prärien bevölkerten. Bemühungen der Naturschützer und des National Park Service in jüngerer Vergangenheit haben jedoch Wirkung gezeigt. In einer Reihe von Freigehegen (in den Badlands, Yellowstone und Grand Teton National Parks, in der Bison Range/ Montana sowie im Custer State Park der Black Hills von Süddakota) hat sich der Bestand an mächtigen Präriebisons auf mehrere tausend erhöht.

Weitere vom Aussterben bedrohte Tierarten konnten nicht nur vorm Verschwinden gerettet werden, ihre Bestände haben sich sogar wieder erholt. Die bekanntesten Fälle betreffen die Fischotter, die sich an bestimmten Stellen an der Pazifikküste (Point Lobos, Carmel u.a.) wieder in erklecklicher Zahl tummeln, und das Wappentier der USA, den Weißkopf-Seeadler.
Neben Arten, die auch in Europa beheimatet sind (vor allem Rotwild), sieht man auf Reisen im Westen der USA, speziell in den Nationalforsten und -parks eine Reihe von ungewohnten Tieren. In erster Linie sind dies Erdhörnchen (Ground Squirrel), Verwandte der in Amerika ebenfalls häufigen Eichhörnchen und die Waschbären (Racoons) mit der »Banditenmaske« über den Augen. Sie gebärden sich auf der Suche nach Essbarem bisweilen als aufdringliche Campingplatz-Gäste. Hier und dort bekommt man Prairie Dog Towns zu Gesicht, wo die squirrelähnlichen Präriehunde vor ihren Erdlöchern stehen, und in einsamen Gebirgsregionen den Cougar (oder Mountain Lion), eine nicht ungefährliche Puma-Abart.

Angelsportler werden von den fischreichen Gewässern an Küste und im Binnenland begeistert sein. Unzählige glasklare Gewässer beheimaten alle möglichen Forellenarten, die bei uns lange aus Flüssen und Seen verschwunden waren. Seehunde und Seelöwen gibt es überall am Pazifik nördlich von Santa Barbara und sogar in der Bucht von San Francisco in großer Zahl.

Bären in den USA

Der als Fotomotiv überaus gesuchte Bär jedoch, gleich ob Grizzly, Braun- oder Schwarzbär, macht sich meistens rar. Trotz einschlägiger Warnungen und Belehrungen über das geeignete Verhalten für den Fall des Auftauchens von Meister Petz in einigen Nationalparks (Glacier, Yellowstone, Yosemite, Rocky Mountain u.a.) sieht man auch dort Bären eher selten. Dabei sind die Bestände immerhin so groß, dass Bären mit Ausnahme der Grizzlies und Kodiak Bären (Alaska) nicht als bedrohte Tierart gelten. Neben ihrer ohnehin ausgeprägten Scheu ist ein Grund für die »Abwesenheit« von Bären, dass sie bei Gewöhnung an den Aufenthalt in von Menschen frequentierten Gebieten (Anziehung durch Essensgerüche der Campingplätze) als latente Gefahr angesehen werden. Die verantwortlichen Forst- und Parkranger sorgen in solchen Fällen für die Verfrachtung allzu zivilisationsnaher Exemplare in entlegene Regionen. Größere Chancen – oder ein höheres Risiko, wie man’s nimmt – Bären zu begegnen, hat man auf Wanderungen ins Hinterland der genannten Nationalparks.

Basisinfos zu allen National und State Parks und vielen National Forests findet man im Internet unter www.llbean.com/parksearch
Offizielle Website des National Park Service: www.nps.gov
Umfassende Park-Infos zu allen State Parks der USA: www.ohranger.com Umfassende Park-Infos zu allen Nationalforsten der USA: www.fs.fed.us