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Typisch englisch!



©if/reisebuch.de
Englischer als Oxford geht nimmer; ©if/reisebuch.de

 

„Wenn ein Mann müde an London wird, ist er müde am Leben, denn es gibt in London alles, was das Leben bieten kann".
Samuel Johnson

Jedes Land ist mit Klischees behaftet, die für das Land und seine Einwohner typisch sind. Wenn man an England und die Engländer denkt, verbindet man damit automatisch die Queen, den Buckingham Palast, London, die Tower Bridge, Cricket, rote Telefonhäuschen und Briefkästen, Doppeldeckerbusse, Fish and Chips, Plumpudding, Tea Time und James Bond und Pubs!



Queen © Greg Montani-pixabay.com
Das Konterfei der Queen auf Münzen und Banknoten © Greg Montani-pixabay.com

Was ist eigentlich typisch englisch? *

Typisch englisch ist zum Beispiel die Höflichkeit und Zurückhaltung der Briten. Man spricht leiser als in Deutschland und verhält sich disziplinierter, was sich z.B. darin äußert, dass man sich an Bushaltestellen in einer Schlange anstellt. Die Engländer legen sehr viel Wert auf gutes Verhalten und gepflegten Umgang. Sie sind Meister des „Small-Talks“.

Bekannt sind die Engländer auch für ihren trockenen Humor. Serien wie Mr. Bean, Little Britain und Filme von Monty Python sind aufgrund ihres schwarzen Humors weltberühmt geworden.

Die Queen ist die wohl berühmteste Repräsentantin des Staates. Elizabeth II. ist allgegenwärtig auf Briefmarken, Banknoten und Münzen. Auch die Nationalhymne gilt ihr und nicht dem Staat. Artikel über sie und ihre Familienangehörigen sind fast täglich in der britischen „Yellow Press“ zu finden. In vielen britischen Haushalten kommt dem Königshaus eine große Stellung zu: Alle Namen der Personen am Hof der Queen sind bekannt. Viele Frauen betrachten in Sachen Styling die weiblichen Mitglieder der Royal Family als ihr Vorbild. Am wichtigsten ist und bleibt aber die Queen: Man kann sogar lebenslang hinter Gitter landen, wenn man eine Briefmarke mit dem Kopf der Königin auf den Kopf stellt. Die Queen hat übrigens keinen Pass und trotzdem über 115 Länder besucht.



Tee © Saskia Aleida-pixabay.com
Tee mit Scone und Clotted Cream © Saskia Aleida-pixabay.com

James Bond ist der Geheimagent ihrer Majestät und eine Romanfigur, die vom Schriftsteller Ian Flemming 1952 erfunden wurde. Besonderes Markenzeichen: Die 00-Lizenz zum Töten sowie die Vorliebe für Frauen und Wodka-Martini, geschüttelt (nicht gerührt).

London ist das Aushängeschild des Vereinigten Königreiches. Die Stadt hat viele berühmte Sehenswürdigkeiten zu bieten wie die Tower Bridge, London Eye, den Buckingham Palast, den Big Ben und die Houses of Parliament, Piccadilly Circus, Westminster Abbey, Trafalgar Square, Downing Street und den Hyde Park ... .

Teetrinken gehört zur feinen britischen Lebensart. Die Engländer trinken pro Jahr ca. 2,3 kg Tee pro Einwohner. Berühmt ist der sog. Nachmittagstee, die „Tea Time“. Die britische Teekultur reicht bis ins 17. Jahrhundert zurück und hängt natürlich mit dem British Empire zusammen.

Und so manche Nicht-Briten können den englischen Essgewohnheiten nichts abgewinnen: Die Rede ist von den Bohnen und anderem Gebratenen zum Frühstück oder dem berüchtigten Haggis – eine ursprünglich aus Schottland stammende Delikatesse: mit Innereien gefüllter Schafsmagen. Mit Essig auf Kartoffelchips (britisch: crisps) können sich hingegen viele anfreunden: Ein spezieller Vinegar verfeinert den salzigen Snack. Der beliebteste Brotaufstrich bei den Briten ist übrigens ebenfalls salzig: Marmite wurde 1902 erfunden und steht bis heute auf sehr vielen Frühstückstischen in England. Gerne verzehrt werden außerdem Fish & Chips. Dank dem Earl of Sandwich und seinem Einfall 1762 ist England übrigens die Geburtsstätte des Sandwiches.

Außerdem sind Pubs fester Bestandteil der britischen Kultur: Nach dem Feierabend geht man gerne auf einen Cider oder ein Ale in den Pub, Happy Hour ist oft schon zwischen 17:00 und 18:00 Uhr.

Der typische Engländer ist ein blasser Mensch, der in südeuropäischen Ferienanlagen aufgrund seiner weißen Hautfarbe hervorsticht. In England ist das Wetter nämlich öfter schlecht und es regnet viel, allerdings nicht mehr als auch in Norddeutschland – der permanente Regen zählt wohl zu den größten Klischeevorstelllungen über das Land.

(Elisabeth Pfurtscheller)

London im Regen © Tasos_lekkas-pixabay.com
Regentag in London © Tasos_lekkas-pixabay.com

Gewusst?

Großbritannien verzeichnet weltweit die höchste Rate der Fettleibigkeit: Knapp 25 Prozent der britischen Erwachsenen sind übergewichtig. Und 25 Prozent aller Frauen in Großbritannien hießen 1811 Mary. Etwa 75.000 Regenschirme werden jährlich in der Londoner U-Bahn liegen gelassen. Und es ist illegal, im Houses of Parliament im Westminster-Palast zu sterben. Ereilt jemandem dennoch der Tod in den heiligen Hallen, ist der Leichnam vor Ausstellung der Sterbekunde aus dem Gebäude zu entfernen – anderenfalls bestünde Anspruch auf ein Staatsbegräbnis. Möglich ist es allerdings, Trauergäste zu mieten, um Beerdigungen zu füllen – der Service nennt sich „Rent a Mourner“. Fußball startete in England, als angelsächsische Landarbeiter den Schädel eines dänischen Kriegers ausgruben: Auf diesem traten sie herum, um ihre Wut zu demonstrieren und sich zu unterhalten. So wurde der frühe Fußball als „Kick Danes Kopf“ bekannt. Und mehr als 6.000 Menschen jährlich verletzen sich in Großbritannien oder sterben sogar, weil sie über ihre Hosen stolpern oder beim Anziehen umfallen. Mehr als 3.000 Menschen lieferte man 1999 in ein englisches Krankenhaus ein, weil sie über einen Wäschekorb stolperten. Königin Victoria überlebte etwa sieben Attentate. Und König Heinrich VIII. proklamierte aus Protest gegenüber der katholischen Kirche die anglikanische Kirche als neue Religion – bis heute ist sie die größte im gesamten Vereinigten Königreich. Dieses hat außerdem die dritthöchste Rate an Herzinfarkten in Europa. US-Eier sind in Großbritannien illegal, weil sie gewaschen werden (hingegen sind britische Eier in den USA illegal, weil sie nicht gewaschen werden). Gegen das Gesetz verstößt ebenfalls derjenige, der ständig an der Türe anderer klingelt. Auch Drachen steigen lassen ist per Gesetz verboten. Und die britische Marine verwendete Songs von Britney Spears, um die somalischen Piraten entlang der Küste Afrikas zu vertreiben.

 

Typisch englisch! ist ein Auszug aus:

Länderklischees
Alle Iren haben rote Haare